Wohnwagen

Foto: Dirk Bleiker
Material: Schaumstoff, Sperrholz, verschiedene Textilien
Dimension: L 180cm, B 130cm, H 55cm
Preis: auf Anfrage
Das Versprechen der Objekte
Ein Objekt des Gebrauchs ist mehr als ein Projekt der Rationalität, es ist eine Menschheitsidee, bei der es um die Lebensverhältnisse der Menschen selbst geht. Ein jedes Objekt wird konsumiert in idealistischer Praxis, um es mit Baudrillard zu sagen. Ein Objekt ist vor allem ein Gegenentwurf zum bekannten Erfahrungsraum, gedacht als utopischer Ort einer besseren Welt.
Einem Objekt haftet die symbolische Funktion an, als bester Bote einer Übernatur vom Himmel zu fallen, in dem Vollkommenheit und zugleich das Fehlen des Ursprunges innewohnt, so Roland Barthes. Demnach besitzt ein Objekt etwas Abgeschlossenes und Glänzendes, wo hingegen der Prozess der Umwandlung des Lebens in Materie im Dunkeln liegt. Das Objekt ist magischer als das Leben selbst erscheint.
Die mythologische Bedeutung des Objektes liegt im Aufbruch, es fällt in die Welt mit einem Sinn für das Leichte und Bewegliche. Faszinierend ist weniger die Substanz als die Verbindungsstellen. Schauplatz ist die Gestalt und Umhüllung. In ihr lesen wir die Attribute der Beweglichkeit. Je größer die Objekte, umso stärker produzieren sie in ihren Figurationen als Schiffe, Autos, Flugzeuge und Raumstationen den Inbegriff des Aufbruchs aus eigener sozialer Isolation.
Was dem Aufbruch bedingt und voraus geht, ist aber das Gegenteil, die vollkommene Einschließung einer ausgewählten Zahl an Dingen auf absolut begrenzten Raum. Erst, wenn die Dinge eingesammelt sind, ermöglichen sie als heimischer und gedrängter Raum den Traum der Driftung. In unserer Vorstellung gelingt es eben nur einer gut gewappneten Einheit, in asketischer Ordnung, gleich einem Helden, gegen die Willkür der Wirklichkeit aufzubrechen. Besessen möbliert schon das Kind, um nichts anderes zu versuchen, als der Umgebung in einer Raumkapsel zu entschlüpfen. Als eine solch ideale Höhle beschreibt Roland Barthes den Nautilus. Die häusliche Abgeschlossenheit blickt nahtlos und geschützt hinter einer großen Glasscheibe auf die Unterwasserwelt. Ein Innerstes und Rückversicherndes gleitet durch die unbestimmte Fremde.
Eine derartige Anziehungskraft lässt sich mit insularer Autonomie beschreiben. Mit kleinbürgerlicher Pose wird ein Objekt in Besitz genommen, in der Wunschvorstellung, noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Das Objekt als Glückswinkel und Utopie setzt jedoch einen ungesicherten Zustand voraus, so wie ein Inseltraum nur in der Weite des unbeherrschbaren Meeres möglich ist. Mit dem Meer assoziieren wir einen Zustand des offenen Ausgangs, die Möglichkeit des Unfassbaren, die alle bestehenden Wirkmechanismen hinwegzuspülen vermag. Ähnlich empfinden wir wohl unseren Lebensweg und so sind es die Objekte, die wie Inseln in großer fließender Bewegung Wunschorte darstellen. Das Objekt hält sich wie die Insel zur Umbrandung, der Meeresstrand löst die Verkündung von Welt ein.
Die dynamische Gestalt des Aufbruchs als Hoffnung und die geschichtliche Verklärung führen im Zusammentreffen zu einem beständigen Mythos. In einer Arche werden in letzter Anstrengung die wichtigsten Dinge gerettet, um die Wirklichkeit im Aufbruch zu verändern.
Material: Schaumstoff, Sperrholz, verschiedene Textilien
Dimension: L 180cm, B 130cm, H 55cm
Preis: auf Anfrage
Das Versprechen der Objekte
Ein Objekt des Gebrauchs ist mehr als ein Projekt der Rationalität, es ist eine Menschheitsidee, bei der es um die Lebensverhältnisse der Menschen selbst geht. Ein jedes Objekt wird konsumiert in idealistischer Praxis, um es mit Baudrillard zu sagen. Ein Objekt ist vor allem ein Gegenentwurf zum bekannten Erfahrungsraum, gedacht als utopischer Ort einer besseren Welt.
Einem Objekt haftet die symbolische Funktion an, als bester Bote einer Übernatur vom Himmel zu fallen, in dem Vollkommenheit und zugleich das Fehlen des Ursprunges innewohnt, so Roland Barthes. Demnach besitzt ein Objekt etwas Abgeschlossenes und Glänzendes, wo hingegen der Prozess der Umwandlung des Lebens in Materie im Dunkeln liegt. Das Objekt ist magischer als das Leben selbst erscheint.
Die mythologische Bedeutung des Objektes liegt im Aufbruch, es fällt in die Welt mit einem Sinn für das Leichte und Bewegliche. Faszinierend ist weniger die Substanz als die Verbindungsstellen. Schauplatz ist die Gestalt und Umhüllung. In ihr lesen wir die Attribute der Beweglichkeit. Je größer die Objekte, umso stärker produzieren sie in ihren Figurationen als Schiffe, Autos, Flugzeuge und Raumstationen den Inbegriff des Aufbruchs aus eigener sozialer Isolation.
Was dem Aufbruch bedingt und voraus geht, ist aber das Gegenteil, die vollkommene Einschließung einer ausgewählten Zahl an Dingen auf absolut begrenzten Raum. Erst, wenn die Dinge eingesammelt sind, ermöglichen sie als heimischer und gedrängter Raum den Traum der Driftung. In unserer Vorstellung gelingt es eben nur einer gut gewappneten Einheit, in asketischer Ordnung, gleich einem Helden, gegen die Willkür der Wirklichkeit aufzubrechen. Besessen möbliert schon das Kind, um nichts anderes zu versuchen, als der Umgebung in einer Raumkapsel zu entschlüpfen. Als eine solch ideale Höhle beschreibt Roland Barthes den Nautilus. Die häusliche Abgeschlossenheit blickt nahtlos und geschützt hinter einer großen Glasscheibe auf die Unterwasserwelt. Ein Innerstes und Rückversicherndes gleitet durch die unbestimmte Fremde.
Eine derartige Anziehungskraft lässt sich mit insularer Autonomie beschreiben. Mit kleinbürgerlicher Pose wird ein Objekt in Besitz genommen, in der Wunschvorstellung, noch einmal ganz von vorne zu beginnen. Das Objekt als Glückswinkel und Utopie setzt jedoch einen ungesicherten Zustand voraus, so wie ein Inseltraum nur in der Weite des unbeherrschbaren Meeres möglich ist. Mit dem Meer assoziieren wir einen Zustand des offenen Ausgangs, die Möglichkeit des Unfassbaren, die alle bestehenden Wirkmechanismen hinwegzuspülen vermag. Ähnlich empfinden wir wohl unseren Lebensweg und so sind es die Objekte, die wie Inseln in großer fließender Bewegung Wunschorte darstellen. Das Objekt hält sich wie die Insel zur Umbrandung, der Meeresstrand löst die Verkündung von Welt ein.
Die dynamische Gestalt des Aufbruchs als Hoffnung und die geschichtliche Verklärung führen im Zusammentreffen zu einem beständigen Mythos. In einer Arche werden in letzter Anstrengung die wichtigsten Dinge gerettet, um die Wirklichkeit im Aufbruch zu verändern.